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Diese Präventionsangebote verbessern Ihre Mitarbeitergesundheit und werden von Krankenkassen gefördert

von Katja Uhde – 27. März 2024

Die präventive Gesundheitsvorsorge für Ihre Mitarbeiter:innen ist ein Aufgabenbereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) von dem nicht nur Ihre Belegschaft, sondern auch Sie profitieren. 

Denn so verbessern Sie effektiv die Gesundheitssituation in Ihrem Unternehmen und verringern somit krankheitsbedingte Fehlzeiten. Außerdem können Sie von der finanziellen Förderung der Krankenkassen profitieren, wenn Sie bestimmte Bereiche fokussieren. 

In diesem Magazinbeitrag erfahren Sie, was die häufigsten Krankheitsursachen sind, welche passenden Präventionsmaßnahmen von der gesetzlichen Krankenkasse finanziell unterstützt werden und wieso Gesundheitschecks eine sinnvolle Ergänzung für Ihr Gesundheitsmanagement sind. 


Inhaltsverzeichnis:

  1. Welche Erkrankungen gefährden die Mitarbeitergesundheit am stärksten?
  2. Welche 3 Bereiche eignen sich zur Gesundheitsvorsorge und werden finanziell gefördert?
  3. Wieso können zusätzliche Gesundheitschecks Ihre Fehlzeiten reduzieren?

Welche Erkrankungen gefährden die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen am stärksten? 

Die Technische Krankenkasse (TK) führt jedes Jahr eine umfassende Analyse der krankheitsbedingten Fehlzeiten durch. Zuletzt haben wir Ihnen die Ergebnisse aus dem Jahr 2021 vorgestellt, seitdem hat sich aber einiges verändert. 

Die drei häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten waren zu diesem Zeitpunkt: Arbeitsunfälle, psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen. 

Der aktuellste Bericht aus 2022 zeigt einen unerwarteten Anstieg einer besonderen Krankheitsform, die jede andere Ursache plötzlich überholt hat und nun das Feld der häufigsten Ursachen anführt: 

Die Krankheiten des Atmungssystems (erkältungsbedingte Erkrankungen) haben seit dem Beginn der Auswertungen im Jahr 2000 einen Höchststand erreicht – die Ursache hat 25 Prozent aller Fehltage bedingt. 

Das entspricht 486 Tagen, an denen Arbeitnehmer:innen aufgrund von Atemwegserkrankungen arbeitsunfähig sind, je 100 Versicherungsjahren. Oder anders ausgedrückt: Jede Arbeitnehmer:in war deswegen durchschnittlich 5 Tage arbeitsunfähig.

Zum Vergleich: 

Auf Platz zwei landet der sonst einsame Spitzenreiter, Störungen der Psyche oder des Verhaltens, mit 295 AU-Tagen pro 100 Versicherungsjahren – ein weiterer Rekord seit Beginn der Auswertungen. Durchschnittlich verursacht das drei Fehltage pro Mitarbeiter:in. 

Und auf Platz drei „Erkrankungen des Bewegungsapparats” mit 259 AU-Tagen pro 100 Versicherungsjahren und verantwortlich für 13,7 Prozent aller Fehlzeiten. 

Wissenswert! 
Sie können sich in unserem Magazin genauer über die Gefahren des vermehrten Sitzens wie auch Stress als begünstigender Faktor für unterschiedliche psychische Störungen informieren.

Die „Gewinner” stehen also fest, aber wie genau können Sie präventive Maßnahmen nutzen, um die hohen Fehlzeiten dieser Erkrankungen zu reduzieren und gleichzeitig von der finanziellen Förderung der gesetzlichen Krankenkassen profitieren? 

Welche drei Bereiche eignen sich zur Gesundheitsvorsorge und werden finanziell gefördert?

Die Gesundheit Ihrer Angestellten gezielt zu fördern ist eine effektive Strategie, um den Rekordwerten der Arbeitsausfälle entgegenzuwirken und die Gesundheitssituation in Ihrem Betrieb zu verbessern. 

Passend zu den drei häufigsten Erkrankungen wird die Gesundheitsprävention in folgenden Bereiche finanziell unterstützt: 

  1. Weniger Suchtmittelkonsum, um Atemwegserkrankungen zu verhindern
  2. Stressmanagement, das Störungen der Psyche erfolgreich reduziert 
  3. Mehr Bewegung, um Muskeln-Skelett-Erkrankungen vorzubeugen 

Die finanzielle Förderungen in diesen „Handlungsfeldern” ist an die Bedingung geknüpft, dass die Präventionskurse neues Wissen und neue Fertigkeiten vermitteln, damit Ihre Belegschaft dazu befähigt wird, das Wissen im eigenen Alltag umzusetzen. 

Außerdem entscheidet die Zentrale Prüfstelle Prävention, ob das Präventionsprogramm die Qualitätskriterien erfüllt, was auch davon abhängt, ob der Anbieter entsprechend qualifiziert für solche Präventionskurse ist und das Konzept der Zielvorstellung entspricht. 

Generell sollten Sie also darauf achten, dass Ihr Anbieter seriös, kompetent und ggf. sogar zertifiziert ist, um finanziell förderungswürdige Präventionskurse in Ihrem Betrieb durchzuführen. 

Leicht gemacht! 
Nutzen Sie gerne unsere BGM-Toolbox, um einfach Anbieter zu finden, deren Kurse von der gesetzlichen Krankenkasse gefördert werden und zu Ihren Bedürfnissen passen.

Die Fehlzeiten in Ihrem Betrieb durch gezielte Gesundheitsprävention zu verbessern, geeignete und förderungswürdige Kurse zu finden und so Ihre Fehlzeiten zu reduzieren, ist also gar nicht so schwer. 

Wenn Sie noch präziser und nachhaltiger die Gesundheit Ihrer Belegschaft verbessern möchten, empfehlen wir Ihnen zusätzlich einmal im Jahr Gesundheitschecks für Ihr ganzes Unternehmen zu etablieren. 

Wieso können Sie von zusätzlichen Gesundheitschecks profitieren?

Die vorgestellten Präventivmaßnahmen haben alle eine klare Schlagrichtung, welche die häufigsten Ursachen für Erkrankungen Ihrer Arbeitnehmer:innen abdeckt. Aber Menschen sind sehr individuell und andere potenzielle Gesundheitsrisiken werden nicht erfasst. 

Aus diesem Blickwinkel fördern die gesetzlichen Krankenkassen eine relativ starre Auswahl an spezifischen Präventionskursen, um Sie in Ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement finanziell zu entlasten. 

Ein tolles Angebot, aber noch kein ganzheitlicher Ansatz, um Ihre Mitarbeiter:innen bestmöglich vor längeren Erkrankungen zu schützen. Deswegen profitieren Sie massiv, wenn Sie zusätzliche Gesundheitschecks in Ihrem Unternehmen ermöglichen. 

Denn Gesundheitschecks betrachten den Menschen ganzheitlich und leisten wichtige Vorsorgeuntersuchungen (Blutdruck, Blutwerte, Hautuntersuchungen, etc.), um das Potenzial für längerfristige Erkrankungen zu erkennen und frühzeitig gegenzusteuern.

So zeigen Sie nicht nur, dass Ihnen die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen am Herzen liegt, sondern leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit Ihrer Angestellten.  

Heutzutage gibt es viele geeignete Anbieter, die Sie unkompliziert in Ihrem Betrieb besuchen und somit die Organisation und Durchführung von regelmäßigen Gesundheitschecks massiv erleichtern.  

Doch woran erkennen Sie, ob die getroffenen Maßnahmen sich tatsächlich für Ihr Unternehmen lohnen? Indem Sie die positiven Effekte auf Ihre Mitarbeitergesundheit anhand aufschlussreicher Kennzahlen überprüfen. 

Sie möchten die Auswirkungen der Maßnahmen auf Ihre Gesundheitskennzahlen einfach nachvollziehen?

Geförderte Gesundheitsprävention und zusätzliche Gesundheitschecks sind passgenaue Maßnahmen, um Ihre Fehlzeiten erfolgreich zu reduzieren. Aber klar lässt sich die Wirkungen nur anhand von passenden Kennzahlen nachvollziehen.

So finden Sie heraus, welche Maßnahmen effektiv funktionieren und von Ihren Angestellten genutzt werden. Denn sollte Ihre Mitarbeiterbeteiligung gering sein, erreicht selbst bestes Angebot nur wenig. 

Hierzu brauchen Sie einen einfachen Weg, um den Erfolg Ihrer Maßnahmen verlässlich zu messen.

Verbessert sich Ihre Teilnehmerquote? Verringert sich die durchschnittliche Krankheitsdauer? Welche Altersgruppe benötigt zusätzliche Unterstützung? Die Antworten liefern wir Ihnen grafisch aufbereitet und einfach nachvollziehbar in unsere BGM-Software. 

So ermöglicht Ihnen unsere BGM-Software den Erfolg Ihrer Maßnahmen einfach zu überprüfen, Effekte genau zu messen und Ihr Budget effizient einzusetzen – mit verlässlichen Kennzahlen, die Ihren Fortschritt sichtbar machen.

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