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Kostenlose Vorlage: So muss die ärztliche Bescheinigung aussehen, wenn sich Mitarbeiter nicht impfen lassen können

von Katja Uhde – 1. März 2022

An ärztliche Atteste, die eine Kontraindikation bescheinigen, werden bestimmte Anforderungen gestellt. Als Arbeitgeber sollten Sie darauf achten, dass die Bescheinigung die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und rechtmäßig dokumentiert wird. Wir stellen Ihnen eine kostenlose Vorlage zur Verfügung und beschreiben die Vorgehensweise.

Kostenlose Vorlage für Attest gegen Coronaschutzimpfung

Für den seltenen Fall, dass ein Mitarbeiter sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, weil eine sogenannte Kontraindikation vorliegt, darf dieser auch nach dem 16. März weiter an seinem Arbeitsplatz eingesetzt werden. Selbst dann, wenn dieser sich in einer Einrichtung befindet, die eigentlich unter die einrichtungsbezogene Impfpflicht fällt.

Wie aus verschiedenen Dokumenten der Länder, zum Beispiel aus der Handreichung von Baden-Württemberg, deutlich wird, stellen die Behörden, die mit der Kontrolle der Impfpflicht betraut sind, bestimmte Anforderungen an das ärztliche Zeugnis. Dieses muss jeder vorlegen, der sich aufgrund einer Kontraindikation nicht impfen lassen kann.

Das ärztliche Zeugnis muss folgende Angaben enthalten:

  • Name, Anschrift und Geburtsdatum des Mitarbeiters, bei dem eine Kontraindikation vorliegt
  • klar formulierte Überzeugung der ausstellenden ärztlichen Person oder der ausstellenden Stelle, dass eine oder mehrere medizinische Kontraindikationen gegen die Coronaschutzimpfung sprechen
  • ärztliche Einschätzung zur Dauer des Bestehens der Kontraindikation (vorübergehend, wenn ja, wie lange, oder dauerhaft)
  • Angaben zum Arzt, der das Attest ausstellt (in der Regel genügt ein Stempel mit den Kontaktdaten)
  • Datum der Ausstellung
  • Unterschrift des Arztes

Wichtig: Diagnosen, Befunde oder die Angabe des konkreten medizinischen Grundes, der Grundlage für die Kontraindikation ist, dürfen im ärztlichen Zeugnis aus Datenschutzgründen nicht aufgeführt werden.

Bitte beachten Sie folgende wichtige Punkte:

  • Das Attest muss Ihnen der Arbeitnehmer im Original zur Sichtkontrolle vorlegen. Sie dürfen es nicht archivieren.
  • Eine Kopie ist zur Kontrolle nicht ausreichend und darf vom Arbeitnehmer nicht verlangt werden.
  • Sie dürfen den Mitarbeiter nicht auffordern, die Bescheinigung per E-Mail einzureichen.
  • Es gilt der Grundsatz der Datenminimierung: Sie dürfen lediglich erfassen, ob ein gültiges Attest vorliegt, aber keine inhaltlichen Details der Bescheinigung speichern.
  • Wenn es sich um eine zeitlich befristete Kontraindikation handelt, darf das Ablaufdatum verarbeitet werden. Fordern Sie Ihren Mitarbeiter nach Ablauf auf, Ihnen einen gültigen Impfnachweis vorzulegen. Kann er das nicht, müssen Sie den Mitarbeiter als ungeimpft an das zuständige Gesundheitsamt melden.

Verdacht auf falsches Attest? Gesundheitsamt informieren!

Sofern Sie den Verdacht hegen, dass mit einem Attest, dass Ihnen vorgelegt wurde, etwas nicht stimmt, sind Sie ebenfalls verpflichtet, die Person an das Gesundheitsamt zu melden. Dieses wird die Rechtmäßigkeit der Bescheinigung kontrollieren und im Zweifel eine ärztliche Untersuchung durch einen Amtsarzt anordnen. Bitte beachten Sie, dass Sie auch in einem Verdachtsfall keine Kopien oder ähnliches zur „Beweissicherung“ anfertigen und aufheben dürfen.

Um die Bürokratie so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir Ihnen die von den Behörden herausgegebene Mustervorlage an betroffene Mitarbeiter zu verteilen. Wenn Ihnen das ausgefüllte, gestempelte und unterschriebene Dokument vorgelegt wird, können Sie relativ sicher sein, dass es sich um ein gültiges Attest handelt.

Kontraindikation digital erfassen, automatisch erinnern lassen

In der 3G-Status-Software können Sie nicht nur Impf- und Genesenennachweise erfassen, sondern natürlich auch ärztliche Bescheinigungen, die eine Kontraindikation bestätigen. Zudem kann ein Ablaufdatum der Kontraindikation angegeben werden, so dass Sie automatisch erinnert werden, wenn ein Attest seine Gültigkeit verliert. Mehr zu unserer smarten Softwarelösung für die Impfpflicht und die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz finden Sie hier.

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für sämtliche Geschlechter – auch die jenseits von männlich und weiblich.

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