Zum Hauptinhalt springen

New Work – Die neue Arbeitswelt

von Laura Einnolf – 16. Juli 2021

New Work gilt als neue Idealform der Arbeit. Inspiriert durch den Sozialphilosophen Frithjof Bergmanns Konzept solle die neue Arbeit nun das Mittel sein, mit dem sich der Mensch als freies Individuum entfalten kann. Bergmann will so eine Umkehrung vom Prinzip der Lohnarbeit erzeugen und beschreibt dies anhand der Begriffe Zweck und Mittel. So galten bzw. Gelten Arbeitstätigkeiten vor allem als der zu verrichtende Zweck und der arbeitende Mensch war das Mittel, um diesen Zweck zu erfüllen. Der Mensch fungierte also nur als Werkzeug. 

Mit New Work soll die Sinnhaftigkeit der Arbeit im Vordergrund stehen, sowie die Werte Freiheit und Selbstständigkeit, aber auch die Teilhabe an der Gemeinschaft. Bergmanns sehr allgemeine New-Work-Definition lautet entsprechend: New Work ist die Arbeit, die ein Mensch wirklich will. 

Im größeren Sinne beschreibt New Work jedoch den strukturellen Wandel in unserer Arbeitswelt. Dieser ist vor allem bedingt durch die Digitalisierung und die veränderten Anforderungen und Bedürfnisse der Generation Y. 

New Work als flexiblen Wertschöpfungsprozess der neuen Arbeitswelt verstehen

Nun kann die Auffassung von New Work sehr breit gefächert sein und lassen das Konzept daher nicht immer ganz auf einzelne Merkmale beschränken. Doch eines lässt sich festhalten, und zwar der von starren Arbeitsmodellen hin zu den flexiblen Wertschöpfungsprozessen der Arbeitswelt 4.0. 

Bestandteile von New Work können daher folgende sein: 

  • Arbeitszeitflexibilisierung (u.a. Teilzeit, Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Jobsharing) 
  • Arbeitsortflexibilisierung (u.a. Homeoffice, Remote Work) 
  • generelle Flexibilisierung von Strukturen, Denkmustern und Gewohnheiten 
    Kollaboratives Arbeiten (u.a. Vernetztes Arbeiten, Mentoring, interdisziplinäre Projekte, Wissenstransfer) 

Der Begriff wird aber auch etwa im Zusammenhang mit flexiblen Arbeitsformen wie agilen Arbeitsmethoden wie etwa Scrum verwendet. Er beschreibt ebenfalls Diversity-Ansätze wie Gender Empathy. Das New-Work-Label bezeichnet ebenso partizipative Organisationsmodelle, zum Beispiel Holacracy. Die Organisation formuliert also, worin ihr höheres Ziel besteht. Organisiert wird die Arbeit dabei vermehrt über digitale Kanäle.

Die Entwicklung der neuen Arbeitswelt

Die Digitalisierung spielt bei der Veränderung von Arbeitswelten eine zentrale Rolle. Denn diese hat Einfluss auf nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Auch für die Arbeitswelt und damit das HR Management. So hat die Informationstechnologie in vielen Bereichen die Arbeit selbst verändert. Heutzutage kann man per Laptop nahezu von überall und zu jeder Zeit arbeiten. Ein Resultat ist, dass Arbeit und Privatleben verschmelzen. Dieses Phänomen nennt man Work-Life-Blending. Ziel ist dabei eine Verbindung zu schaffen in der beide Welten optimal aufeinander abgestimmt sind und so mehr Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse der Arbeitnehmer genommen wird. Klar definierte Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben heben sich dabei immer mehr auf. 

Von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft 

Ein Wandel der Wirtschaftsstrukturen ist ebenfalls durch die Digitalisierung immer deutlicher geworden. Durch das Internet ist der globale Markt immer mehr vernetzt. Große Innovationen können so große Wirkung entfalten. Einige Unternehmen haben auf diesen Wandel mit flexiblen Arbeitszeitmodellen reagiert, die Mitarbeiter:innen mehr kreative Freiräume lassen. Auch die Methoden der agilen Projektarbeit haben oft ähnliche Ziele und setzen vermehrt auch Flexibilität und Effizienz. 

Wir stellen heutzutage einen immer größeren Wandel der Industriegesellschaft hinzu einer Wissensgesellschaft fest. Ein Merkmal dieser heutigen Gesellschaftsform ist, dass Wissen zur zentralen Ressource geworden ist. Güter wie Kapital und Rohstoffe noch immer sehr wichtig, denn Wissen wird für Mensch und Unternehmen immer mehr zum bestimmenden Erfolgsfaktor. 

Oft hört man heutzutage den Begriff “Fachkräftemangel”, denn die Arbeit entwickelt sich zunehmend zur Wissensarbeit. So setzen viele Tätigkeiten heute nicht nur Fachwissen voraus, sondern auch die Fähigkeit, sich gezielt auszutauschen und ständig dazuzulernen. 

Gerade bei Projektmanagement-Aufgaben und Entwicklung müssen sich die Mitarbeiter:innen ständig untereinander austauschen. Hier kommen dann oft New-Work-Methoden wie Scrum zum Einsatz, um effizient und zielgerichtet zu arbeiten.

Die Arbeitswelt der Zukunft

Starre Arbeitsmethoden gehören im Sinne des New Work Konzepts der Vergangenheit an, denn das selbstbestimmte Handeln und die freie Entfaltung stehen hier im Vordergrund.

Könnten feste Strukturen und steile Hierarchien also bald der Vergangenheit angehören? Und sind langfristige Arbeitsverhältnisse noch zukunftsträchtig? Der Trend geht jetzt schon zu projektbasierten Anstellungen und Strukturen. Dies sind Fragen, die sich vermehrt stellen und der New-Work-Ansatz versucht die auf solche Fragen die Antworten zu finden. 

Die geeignete BGM-Software, um alle Prozesse noch effektiver zu steuern 

Mit der geeigneten Software kann beispielsweise der oder die Gesundheitsmanager:in bzw. der oder die Verantwortliche in einem Unternehmen alle Prozesse, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement betreffen aus einer Hand steuern. 

Mit dem Produkt „Saneware -BGM“ bieten wir Ihnen eine browserbasierte, smarte und moderne BGM Software zur Umsetzung des gesamten digitalen Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Ihrem Unternehmen an.

Über ein fehlzeitenverwaltendes System können entsprechend Gesundheitsquoten, Dauer der Erkrankungen, Altersstruktur und Fehltage pro Mitarbeiter:in pro Jahr für jeweilige Standorte oder Abteilungen sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus können Bedarfe an Präventionsmaßnahmen identifiziert werden und dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden. Zusätzlich können auch niederschwellige Pulsumfragen generiert werden, welche die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen sichtbar machen.

Bei Fragen rund um das Thema BGM, von der Beratung bis zur Implementierung stehen unsere Fachexperten Ihnen gerne zur Verfügung.

Teilen

Beliebte Beiträge

Magazin – 24. November 2022

BEM-Einladung Muster: Was in Ihrer Einladung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement stehen muss

Magazin – 9. November 2020

Finanzielle Förderung für ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement

Magazin – 19. Januar 2021

Das Krankenhauszukunftsgesetz – Die Digitalisierung des Gesundheitswesens

Nach oben