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Mental Health am Arbeitsplatz – Wie Sie stressfreies Arbeiten und die Burnout-Prävention in Ihrem Betrieb fördern können

von Katja Uhde – 20. Februar 2023

Für Sie als Unternehmer, wird es immer wichtiger, gesundheitliche Beschwerden Ihrer Mitarbeitenden vorzubeugen und im besten Fall zu verhindern. Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Immer mehr Menschen leiden unter Stress, der in schwerwiegenden Fällen Langzeitfolgen wie Burnouts auslöst. Daher ist es für Unternehmen wichtiger denn je, sich um die Mental Health (psychische Gesundheit) ihrer Mitarbeitenden zu kümmern.

Einerseits ist es für einen reibungslosen Ablauf Ihres Betriebs wichtig, so wenig Fehlzeiten durch Krankenstände wie möglich zu haben. Auch die Kostenseite von Mitarbeiter:innen, die häufig oder für längere Zeiträume fehlen, sollten Sie nicht unterschätzen. Zusätzlich, ist es zu Zeiten des Fachkräftemangels wichtiger denn je, als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Wenn Sie Ihrem Personal unterschiedliche Möglichkeiten bieten, etwas für ihre psychische Gesundheit zu tun, bleiben Sie wettbewerbsfähig.

Warum die Förderung psychischer Gesundheit aus dem Gesamtkonzept zu betrieblicher Gesundheitsförderung nicht wegzudenken ist und was Sie die bei der Einrichtung gezielter Maßnahmen beachten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Warum Mental Health im Unternehmen so wichtig ist
  2. Wie Sie die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden aktiv fördern können
  3. 7 praktische Tipps zur Stärkung der Mental Health in Ihrem Unternehmen
  4. Wie Sie als Arbeitgeber mit BGM Maßnahmen zur Burnout-Prävention beitragen 
  5. Beachten Sie diese 4 Punkte für erfolgreiche Burnout-Prävention in Ihrem Betrieb

Warum Mental Health im Unternehmen so wichtig ist

Mental Health ist wichtig für das allgemeine Wohl- und Lebensgefühl eines Menschen. Eine ungesunde Arbeitsumgebung kann zu Stress, Depressionen und Burnout führen. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse im Jahr 2013 fühlten sich über 70 % aller Berufstätigen in Deutschland gestresst oder erschöpft. 

Stress ist das Signal vom Körper, auf Extremsituationen zu reagieren. Der Herzschlag und Blutdruck erhöhen sich, der Körper befindet sich im Ausnahmezustand, was in speziellen Momenten durchaus wichtig ist. Um angemessen auf Gefahren zu reagieren, beispielsweise. Wenn dieser körperliche Alarmzustand allerdings zum Dauerzustand wird, ist das äußerst schädlich für den gesamten Organismus und unser Wohlbefinden.

Mitarbeitende, die an einer durch Stress ausgelösten Belastungsstörung erkranken, können teilweise Monate oder sogar Jahre nicht mehr dieselbe Leistung erbringen wie vorher. Dies hat nicht nur schwerwiegende Auswirkungen auf das Individuum, sondern auch auf das Unternehmen. 

Eine negative Arbeitsatmosphäre kann zu erhöhten Krankenständen führen und verringert die Motivation und Produktivität Ihrer Mitarbeitenden, selbst wenn diese noch keinen Krankenstand in Anspruch nehmen.

Merke: Es ist wichtig, dass Sie die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeitenden ernst nehmen. Fördern Sie deren Wohl- und Lebensgefühl, indem Sie eine positive Arbeitsatmosphäre schaffen.

Nun, da Sie wissen, wie wichtig nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen ist, geben wir Ihnen hier Tipps, die Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen können, um stressfreies Arbeiten zu fördern.

Wie Sie die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden aktiv fördern können

Wie Sie wissen, beeinflusst die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen nicht nur deren Fehlzeiten, sondern auch die Motivation, Kreativität und Leistungsfähigkeit. Reduzieren Sie Stress Ihres Personals, um produktive und motivierte Mitarbeitende zu führen und stärken Sie gleichzeitig Ihren Ruf als progressiver Arbeitgeber.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen fördern können. Durch gezielte Organisation und Umsetzung von BGM Maßnahmen schaffen Sie ein Wohlfühlklima innerhalb der Betriebsräume. Wie Sie das konkret umsetzen können, lesen Sie hier.

7 praktische Tipps zur Stärkung der Mental Health in Ihrem Unternehmen:

  1. Verbessern Sie die Arbeitsumgebung:
    Schaffen Sie eine angenehme Arbeitsumgebung, indem Sie Büros ausreichend beleuchten, geräumig einrichten und mit ausreichend Frischluft versorgen. Bieten Sie Ihrem Personal ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze, um Verspannungen und Haltungsschäden zu vermeiden.
  2. Fördern Sie die Work-Life-Balance:
    Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben ist einer der Hauptgründe, den Berufstätige als Stressfaktor erleben. Durch flexible Arbeitszeiten und remote Arbeitsmöglichkeiten bieten Sie Ihren Mitarbeitenden bessere Möglichkeiten eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu leben.
  3. Unterstützen Sie Gesundheitsförderung:
    Indem Sie Ihren Mitarbeiter:innen Gesundheitsprogramme und -aktivitäten anbieten, fördern Sie nicht nur deren körperliche, sondern auch die psychische Gesundheit.
  4. Sensibilisieren Sie Führungskräfte:
    Führungskräfte sind im Betriebsalltag näher an den Kolleg:innen dran. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Führungskräfte regelmäßiges Lob und Wertschätzung aussprechen, um die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu steigern. Ebenso sollten Führungskräfte mit den ersten Anzeichen von psychischen Belastungen vertraut sein, und dem Team bereits im Vorfeld Möglichkeiten zur Entlastung anbieten.
  5. Reduzieren Sie Angst und Anspannung:
    Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeitenden ausreichend Informationen hinsichtlich ihrer Aufgaben und Ziele haben. So banal es klingt, ist dies ein großer Faktor für Angst bei Mitarbeiter:innen. Wenn nicht klar ist, was in welcher Form von ihnen erwartet wird, kann sich auch die Zufriedenheit nach Ausführung einer Aufgabe nicht einstellen.
  6. Verbessern Sie das Sozialklima:
    Unter Sozialklima versteht man die Reibungslosigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen am Arbeitsplatz. Stellen Sie durch regelmäßige Check-Ups in Form von Supervision sicher, dass es keine ungelösten Konflikte unter Ihren Mitarbeitenden gibt. Wenn Konflikte nicht unter vier Augen gelöst werden können, ermöglichen Sie den Betroffenen die Zuhilfenahme professioneller Mediation. Eine unparteiische Person von Außen, kann professionell schlichten, sodass wieder ein konfliktfreies Sozialklima herrscht.
  7. Ermöglichen Sie regelmäßigen Urlaub:
    Selbstverständlich ist der Urlaubsanspruch im Grunde gesetzlich geregelt. Dennoch gibt es viele Branchen, in denen es kaum möglich ist, jedes Jahr den gesetzlichen Anspruch an Urlaub zur Gänze zu konsumieren, da der Arbeitsaufwand es nicht zulässt. Stellen Sie also nicht nur sicher, dass ausreichend Urlaub für jede:n Mitarbeiter:in möglich ist, sondern halten Sie Ihr Personal auch aktiv dazu an, diesen in regelmäßigen Abständen zu konsumieren. Vergessen Sie nicht als positives Beispiel voranzugehen.

Ein berechtigtes Argument, wenn es um die Umsetzung von BGM Maßnahmen geht, sind die Kosten für den Arbeitgeber. Neben diversen finanziellen Förderungen empfehlen wir regelmäßige Mitarbeiter:innen-Befragungen durchzuführen, damit Sie einen authentischen Einblick in die Zufriedenheit und das tatsächliche Wohlbefinden Ihres Personals haben.

Durch zusätzliche Studien, können Sie direkt überprüfen, welche Investitionen in bestimmte Maßnahmen sinnvoll sind, da Sie sehen, ob sie die Gesamtzufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden verbessert haben.

Tipp: Führen Sie nicht nur Mitarbeiter:innen-Befragungen durch, sondern überprüfen Sie anhand von unternehmensspezifischen Effektivitäts-Studien über gewisse Zeiträume die Effektivität von bereits umgesetzten Maßnahmen.

Wie Sie als Arbeitgeber mit BGM Maßnahmen zur Burnout-Prävention beitragen 

Die Fälle von Berufstätigen, die in ein Burnout schlittern, werden jedes Jahr mehr. Die AOK zählte im Jahr 2021 sechs Burnout Fälle pro 1000 Mitgliedern, mit steigender Tendenz. Um Burnout erst gar nicht entstehen zu lassen, gibt es Präventiv-Maßnahmen, die Sie in Ihrem Unternehmen umsetzen können.

Zu den bereits genannten Möglichkeiten zur Förderung der psychischen Gesundheit Ihres Personals, gibt es weitere Möglichkeiten, die speziell zur Burnout-Prävention wirkungsvoll sind.

Beachten Sie diese 4 Punkte für erfolgreiche Burnout-Prävention in Ihrem Betrieb

  • Bieten Sie Stressmanagement-Schulungen an. Hier lernen Ihre Mitarbeiter:innen von erfahrenen Coaches, wie sie im Alltag mit Stress umgehen und ihn langfristig reduzieren können.
  • Fördern Sie die Feedback-Kultur im Betrieb. Durch eine offene Kommunikation und regelmäßige Feedback-Gespräche können Ihre Mitarbeiter:innen ihre Arbeit besser einschätzen und Prioritäten setzen.
  • Zusätzlich empfiehlt sich eine positive Fehler-Kultur. Sprechen Sie Fehler an, ohne jemanden bloßzustellen, sondern indem Sie Tipps geben, wie ähnliche Fehler zukünftig vermieden werden können. Durch diese beiden positiven Ansätze, werden Ihre Mitarbeitenden sich leichter tun, auch von selbst auf Führungskräfte zuzugehen, wenn Sie mit Aufgaben nicht klarkommen oder glauben, etwas falsch gemacht zu haben.
  • Schulen Sie Führungskräfte im Workload-Management. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeitenden nicht überlastet werden und ausreichend Unterstützung erhalten, um ihre Aufgaben erfolgreich zu erledigen. Nur wenn Teamleiter und andere Führungskräfte den Workload realistisch abschätzen können, vergeben sie Aufgaben so, dass sie bei einzelnen Mitarbeiter:innen nicht zur Überforderung führen.

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